Bumbach: Emmentalisches Schwingfest, 29. Mai 2011
Dreimal Eichenlaub für die Sumiswalder – Heimsieg für Zaugg
Der Eggiwiler Thomas Zaugg gewinnt vor heimischem Publikum den Schlussgang gegen Florian Gnägi und feiert seinen «schönsten Festsieg». Matthias Aeschbacher, Patrick Schenk und René Berger heissen die Sumiswalder Kranzgewinner.
Nach 2005 feierte Thomas Zaugg am Sonntag, 29. Mai 2011 in Bumbach seinen zweiten Festsieg an einem «Emmentalischen». «Dies ist mein schönster Sieg überhaupt», freute sich Zaugg am Abend. Dabei lief es zu Tagesbeginn noch nicht optimal für den 31-jährigen Zimmermann: Aus dem Anschwingen gegen Ueli Banz resultierte ein Gestellter. Er habe immer etwas Mühe mit den ersten Gängen, gestand Zaugg: «Der Pfupf fehlt jeweils etwas.» Dieser kehrte aber alsbald zurück: Ein Sieg folgte dem nächsten bis im Schlussgang Florian Gnägi (22) wartete. «Ich wollte unbedingt gewinnen, wenn möglich in der ersten Hälfte des Ganges», sagte Zaugg, der um die Defensivstärke seines Gegners wusste. Und genau nach just der Hälfte des Schlussgangs setzte der Eggiwiler zu einem Kurzzug an und legte seinen Gegner auf den Rücken. Es sei schon etwas besonderes vor eigenem Publikum zu gewinnen, strahlte Zaugg am Abend, auf dem Kopf Kranz Nummer 71. Hinter Zaugg belegte der Oberländer Hanspeter Luginbühl verdient den zweiten Rang. Der bald 27-jährige Forstingenieur siegte gleich zu Tagesbeginn mit zwei Maximalnoten gegen die Emmentaler Christian Gerber und Michael Scheuner. Auch zwei «Eidgenossen» bekamen Luginbühls Prädikat «schier unbezwingbar» zu spüren: Benno Studer und Christian Dick mussten gegen den Oberländer einen Gestellten hinnehmen. Als bester Gast klassierte sich Benno Studer im dritten Rang. Nach zwei Gestellten am Vormittag siegte er am Nachmittag dreimal in Serie und arbeitete sich in der Rangliste Zeile für Zeile nach vorn. Gleich tat es ihm Rolf Kohler, der im letzten Gang für eine Überraschung sorgte und «Eidgenosse» Beat Wampfler mit einem Hüfter ins Sägemehl bettete.
Mitfavorit Christian Stucki wurde mit zwei Gestellten gegen Heinz Habegger und Ueli Banz vorzeitig aus der Entscheidung geworfen und belegte schliesslich den vierten Schlussrang.
Drei Kränze für die Sumiswalder
Wie schon vor zwei Wochen am Jurassischen Schwingfest durften sich die Sumiswalder Schwinger über drei Kränze freuen. Gleich zwei vermochten nachzudoppeln: Der 17-jährige Patrick Schenk aus Wasen bestätigte seine ersten Kranzlorbeeren. Zwar startete er mit einer Niederlage und einem Gestellten nicht optimal. Im vierten Gang überraschte er jedoch mit einem Maximalnotensieg gegen den unbequemen Oberländer Markus Haldimann und legte so den Grundstein für den neuerlichen Erfolg. Ebenfalls den zweiten Saisonkranz holte sich René Berger, der im letzten Gang gegen Florian Ruch mit einem «Zähni» glänzte.
Erster Kranz für Matthias Aeschbacher
Dreimal hat er bereits um einen Kranz geschwungen, beim vierten Anlauf hat es nun geklappt: Matthias Aeschbacher aus Heimisbach durfte sein erstes Eichenlaub in Empfang nehmen. Nach einem Sieg im ersten Gang konnte er auch Kranzschwinger Armin Müllener im zweiten Gang mit einem Inneren Haken bezwingen. Als er im Lautsprecher seinen Gegner für den entscheidenden letzten Gang gehört habe, habe er ein gutes Gefühl gehabt. «Aber ich wusste: nehmen muss ich ihn zuerst», sagte der 19-Jährige. Mit einem Kniestich legte er Thomas Pulver schliesslich platt ins Sägemehl. Mit Feiern musste Aeschbacher hingegen zuwarten: einen Tag nach dem Emmentalischen begannen die Abschlussprüfungen seiner Maurerlehre. «Aber am Mittwoch, da feiern wir», blickte der Heimisbacher voraus. Ein schwieriges Los hatte Michel Jonas im letzten Gang: um den Kranz verlor der Schafhausener gegen Hanspeter Luginbühl. |